U-förmige Leistenortbänder

Christoph Ludwicki
 
 

Neben den weit verbreiteten Plattenortbändern vom Typ “Grundremmingen”  (hierbei handelt es sich um flache,länglich-ovale Buntmetall- oder Silberplatten, mit drei in einer Linie liegenden Zierknöpfen) dienten flache, U-förmige Leistenortbänder im späten 4. bis frühen 5. Jahrhundert als zierender Schwertscheidenabschluss.

         U-Förmiges Leistenortband nach dem Fund aus Jülich, Grab 74, an einer Schwertscheide montiert.   

 Die zumeist aus Buntmetall, seltener aus Silber, gefertigten Leistenortbänder sind häufig mit den “einfachen zweiteiligen Gürtelgarnituren” nach Böhme vergesellschaftet, (siehe hier) was sich auch in ihren Dekor aus Kreispunzen, Kreisaugen , Randfacettierung u.a. zeigt.

Die Verbreitung dieser Ortbänder findet sich ausschließlich im nordgallischen Raum.


Literatur:

  • Heike Pöppelmann: Das Spätantik- Frühmittelalterliche Gräberfeld von Jülich, Kr. Düren
  • H.W. Böhme: Germanische Grabfunde des 4. bis 5.Jahrhunderts zwischen unterer Elbe und Loire
  • Thomas Fischer: Die Armee der Caesaren

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