Tasche

Christoph Ludwicki, Frühjahr 2012
 
Die Tasche des „Guten Hirten“

Rekonstruktionsvorschlag einer spätantiken Umhängetasche nach Vorlage der „Guten Hirten“-Statuette aus dem Lateranmuseum in Rom

Datierung: um 360 n.C.
Materialien: Wolle, Leinen, Leder

Die Rekonstruktion erfolge alleine nach der Optik dieser Mamorstatuette. Über die Materialien solch einer Tasche kann man nur mutmaßen, da die ursprüngliche Bemalung der Figur, die eventuell mehr Aufschluss hätte geben können, nicht mehr erhalten ist.
Der Nachbau dieser Tasche wurde aus naturbrauner/weißer Wolle in Fischgradbindung hergestellt. Der obere Rand wurde umgeklappt und mit zwei blauen Wollfäden angenäht. Später wurden die braunen Schussfäden unterhalb dieser Naht entfernt, um die weißen Kettfäden als Fransen stehen zu lassen.
Zur weiteren Festigkeit wurde der Wollbeutel innen mit Leinenstoff ausgeschlagen.

Der Gurt besteht aus Rindsleder. Die Ränder wurden länglich eingepunzt um einen Streifeneffekt wie bei der Statuette zu erreichen.



Bildnachweis:

  • Friedrich Gerke, Spätantike und frühes Christentum, Kunst der Welt, Holle Verlag Baden-Baden Seite 243

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