Frauenmesser

Rekonstruktion

Rekonstruktion eines Frauenmessers

Sahlenburg Grab 19

Charakteristisch für Messer aus Frauengräbern des 4. bis 5. Jahrhunderts zwischen Elbe und Loire ist eine überlange Griffangel im Verhältnis zur Klinge. Auf die Gesamtlänge von 10-17cm entfällt hierbei maximal 1/3 auf die Klingenlänge.

Das Messer aus Sahlenburg bei Cuxhafen ist somit ein klassischer Vertreter dieser Frauenmesser.

Die einschneidige Klinge mit ihrer gedrungenen Lanzettform stellt durch ihre ungewöhnliche Klinge eine Besonderheit dar.

Reste eines Holzgriffes sind am Originalfund erhalten. In dem hier gezeigten Rekonstruktionsvorschlag besteht der Griff aus Pflaumenholz. Die Griffangel wurde wie beim Original zur Sicherung am oberen Ende des Holzgriffes umgeschlagen. Die Gesamtlänge beträgt wie beim Grabfund 16cm.

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Quelle:

  • Horst Wolfgang Böhme, Germanische Grabfunde des 4. bis 5. Jahrhunderts zwischen Elbe und Loire, Tafel 36,20

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